Ausbildung für Jugendliche mit Lernbehinderung

Für Schülerinnen und Schüler mit Lernbehinderungen ist der Weg von der Schule in die Ausbildungs- und Arbeitswelt mit besonderen Hürden verbunden. Rund 1.500 Jugendliche mit einem entsprechenden sonderpädagogischen Förderbedarf verlassen jährlich die Schulen des Landes.
Bislang war der nahtlose Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung am ersten Ausbildungsmarkt nur wenigen Jugendlichen mit Lernbehinderungen vergönnt. Das Land Brandenburg bietet aber mit seinen vielen Kleinst- und Kleinbetrieben gute Chancen für eine betriebliche Ausbildung (auch theoriereduziert) und eine stetige Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.

Für die Schülerinnen und Schüler ist – genauso wie für Menschen ohne Lernbehinderung – die frühzeitige berufliche Orientierung notwendig. Hierzu zählen u. a. die Teilnahme an betrieblichen Praktika, am Zukunftstag für Mädchen und Jungen im Land Brandenburg oder der Besuch von Berufsorientierungsveranstaltungen, die z. B. von speziell geschulten Beraterinnen und Beratern der Reha-Teams der Agenturen für Arbeit durchgeführt werden. Sie dienen vor allem dazu, erste Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen. Betriebe sind oft positiv überrascht, mit wie viel praktischem Geschick und Leidenschaft die Jugendlichen in ihrer Tätigkeit aufgehen. Dabei sollten auch kleine und mittlere Betriebe angesprochen werden, da auch diese sich der Aufgabe der Ausbildung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung häufig stellen.

Hilfestellung in allen Fragen der Berufswahl erhalten Jugendliche mit Lernbehinderung von den Beraterinnen und Beratern der Reha-Teams der Agenturen für Arbeit. Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds werden Projekte im Land gefördert, die, angefangen beim schulischen Berufsorientierungsverfahren bis hin zu betrieblichen Berufsvorbereitungsmaßnahmen, den Übergang von der Schule in den Beruf begleiten. Zur Berufsorientierung und Ausbildungsförderung von Menschen mit Behinderung stehen drei Maßnahmen im Land Brandenburg im Mittelpunkt:

  • Umsetzung des Bund-Länder-Programmes „Initiative Inklusion“, Handlungsfeld 1 „Berufsorientierung“ (2011-2013) und Handlungsfeld 2 „Neue betriebliche Ausbildungsplätze“ (2011-2013) in Zusammenarbeit mit den Reha-Beraterinnen und Beratern der Agenturen für Arbeit.
  • Modellprojekt „Übergang Schule-Beruf“ (2009-2014). Ziel ist es, den Aufbau eines Übergangsmanagements Schule-Beruf sowie Alternativen zur Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen zu schaffen.
  • Das Modelprojekt „ZEBRA-plus“ bietet Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Lernbehinderung in den Jahrgängen 9 und 10 zur Förderung von betrieblicher Ausbildung. Vorrangiges Ziel des Projektes ist der Übergang von der Schule in eine betriebliche Ausbildung. Einbezogen sind die Schulämter Cottbus, Wünsdorf, Perleberg und Frankfurt (Oder). [1]

[1] Quelle: BRANDaktuell


Weiterführende Informationen

www.masf.brandenburg.de

www.mbjs.brandenburg.de

www.lasv.brandenburg.de

www.cottbus.ihk.de

www.ihk-ostbrandenburg.de

www.potsdam.ihk24.de

www.hwk-cottbus.de

www.hwk-ff.de

www.hwk-potsdam.de

www.arbeitsagentur.de


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