Lebenswege Ihrer Kinder

Die Schule ist das Sprungbrett in die berufliche Zukunft Ihrer Kinder. Damit der Sprung erfolgreich wird, ist eine gute Vorbereitung der Jugendlichen auf das Berufsleben einmal in den allgemeinbildenden Schulen, aber auch durch die Eltern Grundvoraussetzung. Es geht um den Lebensweg und die Zukunft Ihrer Kinder.

Bei der großen Zahl möglicher Berufsausbildungen ist neben der Beschaffung von Informationsmaterial auch das Gespräch mit Freunden, Verwandten und Bekannten der Familie hilfreich. Von ihnen können die Mädchen und Jungen aus dem jeweiligen Arbeitsalltag lernen und so näher eingrenzen, welche Interessen und Vorlieben bei ihnen selbst vorhanden sind.

Reden Sie mit Ihren Kindern
Überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern: Was können sie gut? Welche Arbeiten könnten ihnen liegen? Wo sind ihre Stärken? So wird klarer, welche Berufe in Frage kommen. Erzählen Sie Ihren Kindern, wie Sie zu Ihrem Beruf gekommen sind und ob Sie dort glücklich sind. Zeichnen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern Bilder von der Zukunft.

Rechtzeitig beginnen
Die Suche nach einem Ausbildungsplatz beginnt früh: Spätestens im ersten Halbjahr der 9. Klasse (Sekundarstufe I: Gesamtschule und Oberschule), bei Abiturienten im ersten Kurshalbjahr der 11. Jahrgangsstufe. Zu diesem Zeitpunkt, aber nach Möglichkeit schon eher, sollte mit dem Sammeln von Informationen zu Berufen und Ausbildungsunternehmen begonnen werden.

Geduld haben
Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihren Kindern zu reden. Verlieren Sie nicht die Geduld, wenn sich die Berufswünsche am Anfang häufig ändern.

Selbstvertrauen stärken
Wenn Ihre Kinder unsicher sind und sich noch nicht entscheiden können, machen Sie ihnen Mut. Trauen Sie Ihrem Kind eigene Entscheidungen zu.

Mit den Lehrkräften sprechen
Gehen Sie zum Elternsprechtag oder zu Elternabenden in die Schule. Die Lehrkräfte kennen die Stärken und Schwächen Ihrer Kinder.

Zusammen informieren
Schauen Sie sich gemeinsam das Informationsmaterial der Angebote der Agenturen für Arbeit an. Oder informieren Sie sich im Internet. Besuchen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern eine der zahlreichen Ausbildungsmessen im Land Brandenburg. Empfehlenswert ist auch die Teilnahme am Zukunftstag für Mädchen und Jungen, der immer am vierten Donnerstag im April stattfindet. Ziel des Zukunftstages ist es, Mädchen ab der 6. Jahrgangsstufe einen Blick in technisch-gewerbliche Berufe zu ermöglichen; Jungen können sich in sozialen Berufen ausprobieren.

Gemeinsam zur Berufsberatung der Agenturen für Arbeit
Am besten begleiten Sie Ihr Kind zu einem persönlichen Beratungsgespräch bei der Berufsberatung. Dabei können Sie über alle Fragen zur Berufswahl sprechen. Die Beraterinnen und Berater helfen, geeignete Wege für Ihr Kind zu finden.

Am Ball bleiben
Die Zeit nach der Schule ist besonders schwierig. Lassen Sie Ihre Kinder nicht allein. Sie brauchen Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung. Besonders viel Hilfe brauchen Ihre Kinder, wenn sie Absagen bekommen oder oft genug noch nicht einmal diese. Eine Absage auf eine mit viel Mühe zusammengestellte Bewerbung kann sehr niederschmetternd sein. Aber gerade jetzt heißt es: Nicht aufgeben! Zum einen gibt es auf viele Ausbildungsplätze oft sehr viele Bewerbungen und zum anderen stellen nicht alle Unternehmen in jedem Jahr neue Auszubildende ein. Ein Anruf bei dem ausgesuchten Unternehmen beantwortet im Vorfeld die Frage, ob ausgebildet wird und ob sich eine Bewerbung lohnt.