Möglichkeiten für Jugendliche mit Behinderungen

Junge Menschen mit Behinderungen wollen und können genauso wie Jugendliche ohne Behinderungen ihre Talente und Kenntnisse beruflich einsetzen und weiterentwickeln. Viele von ihnen sind selbstverständlich in der Lage, einen regulären Beruf zu erlernen. Die Ausbildungsbetriebe können nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) dafür Zuschüsse von der Agentur für Arbeit erhalten. Ansprechpartner sind spezialisierte Beraterinnen und Berater in den Reha-Teams der Agenturen für Arbeit. Zudem berät und fördert das Integrationsamt des Landes Brandenburg Arbeitgeber und Auszubildende, um behinderungsbedingte Nachteile auszugleichen (z. B.: investive Förderung zur Anpassung des Arbeitsplatzes, Arbeitsassistenz)

Eine Förderungsmöglichkeit für Arbeitgeber, die schwerbehinderten Jugendlichen eine Berufsausbildung ermöglichen, stellt die „Initiative Inklusion“ dar. Sie ist eine Maßnahme von Bund und Ländern aufgrund der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und soll die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Berufsleben fördern. Weitere Mittel stehen zur Berufsorientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.


„Ausbildung | Beruf | Chancen“

Die Medienkombination besteht aus einem Lese- und Arbeitsheft für lernbehinderte junge Menschen und einem barrierefrei gestalteten Internetauftritt. Bestellung unter:
www.ba-bestellservice.de (Bestellservice der Agentur für Arbeit)

„Initiative Inklusion“

www.ifd-brandenburg.de > Initative Inklusion


Ist eine reguläre Ausbildung nicht möglich, werden von der Agentur für Arbeit berufsfördernde Leistungen zur Rehabilitation vermittelt. Diese finden meist in den Berufsbildungswerken und anderen Rehabilitationseinrichtungen statt. Hier werden auch berufsvorbereitende Maßnahmen in verschiedenen Bereichen, wie z. B. Bürowirtschaft, Holztechnik, Metalltechnik, Hauswirtschaft und Gartenbau angeboten.

Im Rahmen der Regelungen zum Ausbildungsgeld werden Menschen unterstützt, die an einer behindertenspezifischen Maßnahme zur beruflichen Ausbildung oder zur Berufsvorbereitung teilnehmen. Es werden verschiedene Teilnahmekosten übernommen: Lehrgangskosten, Kosten für Lernmittel und Arbeitsausrüstung, Reisekosten, Kosten für auswärtige Unterbringung und Verpflegung, Kosten für eine Haushaltshilfe oder Kinderbetreuungskosten sowie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

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