Das Auswahlverfahren

Die Ansprüche an Auszubildende werden immer umfangreicher. Die sogenannten Schlüsselkompetenzen rücken vielerorts ebenso in den Vordergrund wie etwa die Sprachkenntnisse. In der Regel reicht es längst nicht mehr aus, sich nur auf die Schulnoten zu konzentrieren. Diese spiegeln zwar die Motivation und das spezifische Interesse an einzelnen Fächern der Bewerbenden wider, stehen aber oft nur in sehr geringem Zusammenhang zum Berufserfolg. Es gibt unterschiedlichste Verfahren, um die passende Auszubildende oder den passenden Auszubildenden zu finden.

Das perfekte Verfahren gibt es nicht

Es gibt Intelligenztests, Wissenstests oder Persönlichkeitstest. Auch das Lösen von handwerklichen Geschicklichkeitsaufgaben oder das Halten kurzer Referate zu vorgegebenen Themen kann Auskunft über das Verhalten und die Fähigkeiten der sich Bewerbenden geben. In Assessment-Centern lösen die Kandidatinnen und Kandidaten gemeinsam Aufgaben, diskutieren oder führen Rollenspiele durch. Dabei zeigen sich vor allem die Soft Skills – die sozialen Kompetenzen – der Teilnehmenden.

Der Mix macht’s
Nur eine Mischung der verschiedenen Auswahlverfahren führt letztlich zum Erfolg. Ausbildende müssen sich darüber im Klaren sein, welche Kriterien junge Menschen erfüllen sollten, um den Herausforderungen des zukünftigen Berufsalltags gewachsen zu sein. Zum Beispiel kann räumliches und strukturiertes Denken mitunter wichtiger sein als eine korrekte Ausdrucksweise. Nach diesen Kriterien sollte eine Auswahl der geeigneten Tests getroffen werden.

Persönlichkeit – ein wichtiger Faktor
Die unterschiedlichen Stufen des Auswahlverfahrens bieten genügend Möglichkeiten, sein Gegenüber kennenzulernen. Der oder dem Personalverantwortlichen vermittelt die Bewerbung einen ersten Eindruck, die Bewerberinnen und Bewerber beschäftigen sich ihrerseits mit dem Unternehmen. Auswahltests zeigen den Wissenstand und die Fertigkeiten der Bewerbenden. Diese wiederum bekommen durch die Tests einen Überblick über die an sie gestellten Anforderungen. Zuletzt bietet das Vorstellungsgespräch Gelegenheit, die Jugendlichen persönlich kennenzulernen. Denn selbst die beste Ausbildung bleibt (wahrscheinlich) fruchtlos, wenn die Auszubildenden nicht ins Team oder zum Unternehmen passen.

Psychologische Auswahlbegutachtung durch den Berufspsychologischen Service der Agentur für Arbeit

Im Rahmen dieser arbeitgeberorientierten Dienstleitung werden die individuellen Voraussetzungen der Bewerberinnen und Bewerber mit den Anforderungen Ihres konkreten Arbeits- oder Ausbildungsplatzes abgeglichen. Dies geschieht im persönlichen Kontakt zwischen Bewerberin oder Bewerber und Psychologin oder Psychologe mit Hilfe von Gesprächsdiagnostik, Verhaltensbeobachtung und meist auch der Durchführung von Testverfahren oder anderer Methoden (AC-Methoden etc.). In einer psychologischen Stellungnahme werden die Ergebnisse zusammengefasst.

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Weiterführende Links:

www.berufsorientierung-brandenburg.de > Schüler > Test-Center

www.ausbildernetz.de > Vor der Ausbildung > Auszubildende auswählen und einstellen

www.business-wissen.de > Magazin > Personalmanagement > Azubiauswahl – So testen Sie Auszubildende im Bewerbungsprozess

www.foraus.de

www.arbeitsagentur.de > Unternehmen > Arbeitskräftebedarf > Gesundheit > Berufspsychologischer Service

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Für Unternehmen im Land Brandenburg stehen zahlreiche Fördermöglichkeiten für die Ausbildung von Jugendlichen zur Verfügung.